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Igelzahnwels

Der Igelzahnwels, auch bekannt als Kuckuckswels oder Kampffischwels, ist ein faszinierendes und einzigartiges Süßwasserfisch aus der Familie der Harnischwelse. Sein wissenschaftlicher Name ist Apistogramma cacatuoides und er stammt aus dem südamerikanischen Amazonasbecken. Er ist in der Aquaristik aufgrund seines einzigartigen Erscheinungsbildes und seines Verhaltens sehr beliebt.

Das auffälligste Merkmal des Igelzahnwelses sind seine beeindruckenden Zähne, die seinem Namen alle Ehre machen. Sie sind lang und spitz, ähnlich wie die Stacheln eines Igels. Diese Zähne dienen dazu, seine Beute, wie z.B. kleine Krebstiere und Insektenlarven, zu zerquetschen und zu fressen. Sie sind auch ein Zeichen für seine aggressive Natur, da er bei Bedrohung seine Zähne zur Verteidigung einsetzt.

Der Körper des Igelzahnwelses ist schlank und langgestreckt mit starken Brustflossen, die es ihm ermöglichen, sich schnell durch das Wasser zu bewegen. Seine Färbung variiert je nach Geschlecht und Stimmung. Während die Männchen leuchtend gefärbt sind, sind die Weibchen eher unscheinbar mit braunen und schwarzen Streifen. Die männlichen Tiere haben auch längere Flossen und einen auffälligen roten Streifen entlang des Körpers. Insgesamt kann man sagen, dass der Igelzahnwels ein äußerst attraktiver und farbenfroher Fisch ist.

In der Natur lebt der Igelzahnwels in kleinen Gruppen in Gewässern mit vielen Versteckmöglichkeiten wie Wurzeln und Pflanzen. Er ist ein territorialer Fisch und verteidigt sein Revier gegenüber Artgenossen und anderen Fischarten. Das macht ihn zu einem eher ungeeigneten Mitbewohner für friedliche und schüchterne Fische. Es ist ratsam, ihn in einem Artenbecken mit anderen ähnlich temperamentvollen Fischen oder als Paar zu halten.

Um den Igelzahnwels artgerecht zu halten, bedarf es einer ausreichend großen Aquariengröße von mindestens 80 Litern. Das Wasser sollte weich und leicht sauer sein, mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 und einer Temperatur zwischen 24 und 28 Grad Celsius. Eine gute Filterung und regelmäßiger Wasserwechsel sind ebenfalls wichtig, um eine optimale Wasserqualität zu gewährleisten.

Die Fütterung des Igelzahnwelses ist unkompliziert, da er ein Allesfresser ist. In der Natur ernährt er meist von kleinen Insekten und Larven, aber auch pflanzliche Kost macht einen Teil seiner Nahrung aus. Im Aquarium kann man ihm eine abwechslungsreiche Kost aus Lebend-, Frost- und Flockenfutter anbieten. Besonders gerne mag er auch Tablettenfutter, das auf den Boden sinkt und somit seiner natürlichen Fressweise entspricht.

Eine der faszinierendsten Eigenschaften des Igelzahnwelses ist sein Brutverhalten. Sobald ein Paar gebildet wurde, beginnt das Weibchen mit dem Bau eines Nests aus Pflanzen und anderen Materialien. Nachdem sie das Nest fertiggestellt hat, lockt sie das Männchen an, um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn das Männchen das Nest akzeptiert, legt das Weibchen ihre Eier ab und das Männchen befruchtet sie. Anschließend bewacht das Paar gemeinsam das Nest und verteidigt es gegenüber Eindringlingen. Die Jungtiere schlüpfen nach etwa 3 Tagen und werden noch einige Wochen von den Eltern gepflegt, bevor sie selbstständig werden.

In der Aquaristik ist die Züchtung des Igelzahnwelses weit verbreitet, da es relativ einfach ist und die Jungtiere sehr begehrt sind. Die verschiedenen Farbvarianten und Muster des Fisches, wie z.B. Albino oder Double Red, machen ihn zu einem Sammlerstück für Liebhaber.

Leider ist der Bestand des Igelzahnwelses in seiner natürlichen Umgebung bedroht. Die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes und die Wasserbegasung für die Fischerei haben dazu geführt, dass immer mehr seiner natürlichen Lebensräume verschwinden. Um den Fortbestand dieser faszinierenden Fischart zu gewährleisten, ist es wichtig, dass Aquarianer auf Nachzuchten zurückgreifen und sich über die Herkunft ihrer Fische informieren.

Insgesamt ist der Igelzahnwels ein interessanter und einzigartiger Fisch, der aufgrund seiner markanten Merkmale und seines Verhaltens viele Aquarianer begeistert. Mit der richtigen Haltung und Pflege kann man lange Freude an diesem kleinen Räuber haben und vielleicht sogar zur Erhaltung dieser Art beitragen.


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