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Lumme

Die Lumme ist ein faszinierendes Tier, das in ganz Europa und Nordamerika beheimatet ist. Sie gehört zur Familie der Alkenvögel und wird auch als Meeres- oder Tölpelente bezeichnet. Ihre auffällige Erscheinung und ihr Verhalten haben die Lumme zu einem beliebten Tier unter Vogelliebhabern gemacht. Doch was macht die Lumme so einzigartig und besonders? In diesem Text wollen wir uns genauer mit diesem interessanten Tier beschäftigen.

Die Lumme ist eine mittelgroße, kompakt gebaute Ente mit einer Körperlänge von etwa 45cm und einer Flügelspannweite von 66-85cm. Sie wiegt durchschnittlich 0,5-1kg und hat ein charakteristisches schwarz-weißes Gefieder. Der Kopf, der Hals und der Bauch sind weiß, während der Rücken und die Flügel schwarz gefärbt sind. Die Augen sind durch einen auffälligen weißen Augenring hervorgehoben und die Füße sind orange-gelb. Auffälligstes Merkmal der Lumme ist aber ihr dicker, orangerot gefärbter Schnabel, der zur Brutzeit noch größer wird. Gerade dieser Schnabel hat der Lumme auch ihren Namen eingebracht, denn "lummen" bedeutet im Altdeutschen "stark, klobig sein".

Die Lumme ist eine ausgesprochene Meeresvogelart und kommt fast ausschließlich an den Küsten des Nordatlantiks vor. Hier bevorzugt sie felsige Klippen und Steilküsten, an denen sie ihre Nester baut. Besonders in Island und Skandinavien, aber auch in Großbritannien und Irland, findet man große Kolonien von Lummen. Weiterhin gibt es auch in Kanada und Alaska Lummenarten, die jedoch etwas kleiner und weniger auffällig sind.

Die Lummen sind ausgesprochen gesellige Tiere und leben in großen Kolonien von manchmal über 100.000 Individuen. Diese Tiere leben während der Brutzeit in einer monogamen Partnerschaft und bauen gemeinsam ihr Nest. Dieses Nest besteht aus einer flachen Mulde, die von Gras und Pflanzenmaterial ausgekleidet wird. Lummen paaren sich in der Regel ein Leben lang und kehren jedes Jahr zur selben Brutkolonie zurück, um ihre Jungen aufzuziehen. Während der Brutzeit sind die Lummen ausgesprochen territorial und verteidigen ihre Nester und Eier vehement gegen Eindringlinge.

Eines der bemerkenswertesten Verhaltensweisen der Lummen ist jedoch ihr einzigartiger Balztanz. Dabei ergreift das Männchen ein Seegras oder einen kleinen Stein und wirft es in die Luft, um es dann wieder zu fangen. Dieses Balzverhalten soll das Weibchen beeindrucken und von der Stärke und Geschicklichkeit des Männchens überzeugen. Dieser Tanz ist auch der Grund dafür, dass Lummen oft als Tölpelenten bezeichnet werden.

Auch in der Ernährung zeigt sich die Anpassungsfähigkeit der Lummen an das Leben im Meer. Sie sind hauptsächlich Fischfresser und jagen ihre Beute im flachen Wasser oder tauchen bis zu 30 Meter tief in die Tiefe. Dabei können Lummen bis zu einer Minute tauchen, um ihre Beute zu fangen. Neben Fischen und Krebstieren ernähren sie sich auch von Tintenfischen und Muscheln.

In der Luft sind Lummen eher unbeholfen und fliegen selten. Stattdessen sind sie hervorragende Schwimmer und Taucher. Die kurzen und spitzen Flügel ermöglichen ihnen einen schnellen und wendigen Antritt unter Wasser. Besonders beeindruckend ist, dass Lummen bei ihren Tauchgängen bis zu 80 Kilometer pro Stunde schnell werden können. Das macht sie zu einer der schnellsten schwimmenden Vögel der Welt.

Doch die Lummen sind nicht nur beeindruckende Jäger, sondern auch wichtige Indikatoren für die Gesundheit der Meere. Als Spitzenprädatoren sind sie empfindlich gegenüber Verschmutzung und Überfischung der Meere. Aus diesem Grund werden Lummen regelmäßig von Wissenschaftlern untersucht, um die Gesundheit der Meere zu überwachen. Auch für den Menschen haben Lummen eine wichtige Bedeutung, denn sie zeigen uns die Veränderungen unseres Ökosystems auf.

Der Lummenbestand ist jedoch nicht überall stabil. Vor allem im 19. Jahrhundert wurden Lummen stark gejagt, um ihre Eier, Fleisch und Federn zu gewinnen. Auch heute noch ist die Zerstörung ihres Lebensraums, z.B. durch Tourismus an Küsten, eine Bedrohung für die Bestände. Dennoch gibt es auch positive Entwicklungen zu verzeichnen, wie etwa in Island, wo die Lummenbestände durch Schutzmaßnahmen wieder zunehmen konnten.

Für Naturliebhaber ist ein Besuch einer Lummenkolonie ein unvergessliches Erlebnis. Gerade im Frühling ist es ein imposantes Schauspiel, wenn zehntausende Lummen an den Klippen nisten und man den Balztanz der Männchen beobachten kann. Auch individuell sind Lummen individuell beeindruckende Tiere, die es schätzen, in freier Wildbahn beobachtet und bewundert zu werden.

Abschließend lässt sich sagen, dass Lummen faszinierende Tiere sind, die nicht nur wegen ihrer auffälligen Erscheinung, sondern auch ihrer Verhaltensweisen und der wichtigen Rolle für das Ökosystem der Meere von großem Interesse sind. Ihr Überleben ist jedoch vom Schutz ihrer Lebensräume und der Gesundheit der Ozeane abhängig. Durch bewusstes Handeln und Aufklärung können wir dazu beitragen, diese beeindruckenden Tiere für kommende Generationen zu erhalten.


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