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Drossel

Die Drossel ist ein faszinierendes Tier, das Teil der Gattung der Singvögel ist. Sie gehört zur Familie der Drosselvögel und ist in Europa, Asien, Afrika und Amerika verbreitet. Insgesamt gibt es etwa 65 verschiedene Arten von Drosseln, die sich in Größe, Farbe und Verhalten unterscheiden. Einige bekannte Vertreter sind die Singdrossel, die Rotdrossel und die Amseldrossel.

Das auffälligste Merkmal der Drosseln ist ihr gefiederter Körper, der sich je nach Art in verschiedenen Farben präsentiert. Die meisten Drosseln sind dunkel gefärbt, haben aber oft farbige Markierungen an Kopf, Brust oder Flügeln. Andere Arten sind heller und haben oft eine gepunktete oder gestreifte Brust. Der Olivenbaum-Drossling ist sogar olivgrün gefärbt, was ihm eine gute Tarnung in seinem Lebensraum ermöglicht.

Die Größe der Drosseln variiert ebenfalls je nach Art. Während die Singdrossel etwa 22 Zentimeter lang ist und ein Gewicht von ca. 36 Gramm hat, kann die Amseldrossel bis zu 33 Zentimeter lang werden und bis zu 145 Gramm wiegen. Die kleinste Drosselart ist der Zwergdrossling, der nur etwa 10 Zentimeter groß ist und gerade einmal 12 Gramm wiegt.

Doch nicht nur äußerlich gibt es verschiedene Merkmale, auch das Verhalten der Drosseln ist je nach Art unterschiedlich. Einige Arten sind Allesfresser und ernähren sich von Insekten, Früchten und Samen, während andere sich hauptsächlich von Würmern und anderen wirbellosen Tieren ernähren. Die Amseldrossel ist bekannt dafür, im Winter in Gärten und Parks nach Nahrung zu suchen. Sie gilt als geselliger Vogel und ist oft in Gruppen zu beobachten. Andere Drosselarten sind hingegen Einzelgänger und agieren meist unabhängig von anderen Vögeln.

Was jedoch alle Drosselarten gemeinsam haben, ist ihr Gesang. Die Männchen sind bekannt für ihr melodisches und facettenreiches Singen, mit dem sie ihr Territorium abstecken und ihr Weibchen beeindrucken. Der Gesang der Drossel ist nicht nur schön anzuhören, sondern dient auch dazu, Artgenossen auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen. Auch die Weibchen können singen, allerdings nicht so ausdauernd und laut wie die Männchen.

Doch nicht nur ihr Gesang macht die Drossel zu einem interessanten Tier, auch ihre Fortpflanzung und Brutpflege ist bemerkenswert. Die Paarungszeit beginnt im Frühling, wenn die Temperaturen steigen und ausreichend Nahrung vorhanden ist. Die Männchen versuchen dann, durch ihr Singen und Flüge in der Nähe der Weibchen, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Hat ein Männchen eine Partnerin gefunden, bauen sie gemeinsam ein Nest aus Zweigen, Grashalmen und Moos. Meistens wählen sie dafür Sträucher oder Bäume in einer Höhe von 1,5 bis 3 Metern.

In das Nest legt das Weibchen dann ca. 3 bis 5 Eier, die sie alleine bebrütet. Dies dauert in der Regel etwa 2 Wochen, währenddessen wird sie vom Männchen mit Nahrung versorgt. Nach dem Schlupf der Jungen kümmern sich beide Elternteile um die Fütterung der Nestlinge. Sie bringen ihnen Insekten, Würmer und Beeren und sorgen dafür, dass sie genügend zu essen haben. Nach etwa 12 Tagen verlassen die Jungen das Nest und nach weiteren 2 Wochen sind sie flügge und können selbstständig auf Nahrungssuche gehen.

Die Drossel ist ein Zugvogel und verbringt den Winter in wärmeren Gebieten. Viele Arten ziehen dafür in Schwärmen Richtung Süden, um in milderen Klimazonen zu überwintern. Dabei können sie Strecken von bis zu 1000 Kilometern zurücklegen. Doch nicht alle Drosseln sind Zugvögel, manche bleiben auch in ihrem Heimatgebiet und passen sich an die winterlichen Bedingungen an.

Ein großer Faktor für die Lebensweise der Drosseln ist ihr Lebensraum. Sie fühlen sich in bewaldeten Gebieten, wie Wäldern, Parks und Gärten, am wohlsten. Auch Obstplantagen und offene Landschaften mit Büschen und Hecken bieten ihnen genügend Nahrungsquellen und Versteckmöglichkeiten. Dabei sind Drosseln sehr anpassungsfähig und können sich auch in städtischen Gebieten, wie zum Beispiel in Großstädten, gut zurechtfinden.

Leider ist die Drossel, wie viele andere Vogelarten, auch von menschlichem Eingriff in ihre Lebensräume bedroht. Durch die intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden kommt es oft zu einem Rückgang von Insekten, was wiederum Auswirkungen auf die Ernährung der Drosseln hat. Auch der Verlust von Lebensräumen durch den Bau von Straßen und Siedlungen stellt eine Bedrohung für die Vögel dar.

Zudem sind Drosseln auch Gefahren durch natürliche Feinde ausgesetzt. Hierzu zählen Greifvögel, wie Habichte und Mäusebussarde, aber auch domestizierte Tiere wie Katzen oder Hunde. Auch in der Brutzeit kann es vorkommen, dass Nester von anderen Vögeln geplündert werden oder die Eier von Nagetieren gefressen werden.

Um den Bestand der Drosseln zu schützen, gibt es verschiedenste Maßnahmen, die ergriffen werden können. So ist es zum Beispiel wichtig, natürliche Lebensräume für die Vögel zu erhalten und zu schützen. Auch das Pflanzen von heimischen Sträuchern und Bäumen in Gärten und Parks kann dazu beitragen, dass sich die Drosseln wohl und sicher fühlen.

Zusätzlich gibt es auch Projekte, bei denen Nistkästen für Drosseln angebracht werden, um ihnen sichere Nistmöglichkeiten zu bieten. Diese können vom NABU zum Beispiel mit einer künstlichen Hohlräume versehen werden, damit die Vögel diese als Nistplätze nutzen können.

Es ist wichtig, den Wert und die Bedeutung der Drossel für unsere Natur zu erkennen und zu schützen. Sie erfüllt eine wichtige Funktion als Bestäuber von Pflanzen und ist auch Teil des Nahrungskreislaufs. Durch gezielte Maßnahmen und den Schutz ihrer Lebensräume können wir dazu beitragen, dass die Drosseln auch in Zukunft ein fester Bestandteil unseres Ökosystems bleiben.


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