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Eichhörnchen

Das Eichhörnchen gehört zu den beliebtesten Tieren im Wald. Mit seinem flauschigen Fell, dem buschigen Schwanz und den niedlichen Knopfaugen erobert es schnell die Herzen von Tierliebhabern. Doch das Eichhörnchen ist nicht nur ein putziges Wesen, sondern auch ein geschicktes und cleveres Überlebenskünstler. In diesem Text werden wir uns genauer mit diesem faszinierenden Nager beschäftigen.

Die meisten von uns kennen das Eichhörnchen als Bewohner unserer Wälder und Parks. Dabei gibt es weltweit über 280 verschiedene Arten, die sich in Größe und Aussehen teils stark voneinander unterscheiden. Das bekannteste und am weitesten verbreitete ist jedoch das europäische Eichhörnchen, auch bekannt als das Rote Eichhörnchen. Es ist vor allem in Europa, Asien und Teilen von Afrika heimisch. Sein Name verdankt es seinen leuchtend roten Fell, das im Frühling jedoch auch eine bräunliche Färbung annehmen kann.

Das Eichhörnchen gehört zur Familie der Hörnchen und ist somit mit Bibern, Murmeltieren und auch dem Eichhörnchen-artigen Streifenhörnchen verwandt. Es wird zwischen 20 und 25 Zentimeter groß und kann dabei ein Gewicht von bis zu 400 Gramm erreichen. Sein flauschiges Fell dient nicht nur als Schutz vor Kälte, sondern auch als Tarnung im dichten Blattwerk der Bäume. Der buschige Schwanz kann bis zu 15 Zentimeter lang werden und wird bei der Fortbewegung als Balanceorgan eingesetzt. Eichhörnchen können bis zu zehn Jahre alt werden, in freier Wildbahn jedoch selten älter als fünf Jahre.

Eichhörnchen leben in der Regel solitär, das heißt, dass sie als Einzelgänger unterwegs sind. Sie brauchen jedoch kein festes Revier und passen sich demnach den Gegebenheiten ihres Lebensraumes an. Ihr tägliches Leben ist von einer Reihe von Routinen geprägt, die dazu dienen, ihr Überleben zu sichern. So sammeln sie beispielsweise Nüsse und andere Leckerbissen, um sie für den Winter zu lagern. Dabei legen sie riesige Vorratskammern an, in denen sie bis zu tausend Nüsse unterbringen können. Sie verstecken diese in hohlen Baumlöchern oder in Erdbauten, um so ausreichend Nahrung für den Winter zu haben. Doch nicht alles, was sie sammeln, ist auch für den Verzehr gedacht. Manchmal verstecken sie auch Steine oder Stöcke, um ihrem erschreckten Reflex der Nahrungsspeicherung nachzugehen.

Eichhörnchen sind wahre Kletterkünstler und bewegen sich mit Leichtigkeit durch die Bäume. Mit ihren scharfen Krallen und den feinen Haftpolstern an ihren Füßen können sie an senkrechten Baumstämmen emporklettern und auch über kurze Strecken gleiten. Dieses Verhalten wird auch als Gleitflug bezeichnet und dient in erster Linie zur Flucht vor Fressfeinden oder um von Baum zu Baum zu gelangen. Dabei können sie Strecken von bis zu 100 Metern zurücklegen und Höhen von bis zu 15 Metern erreichen. Das ist auch der Grund, warum sie so gut im Verstecken und Suchen sind.

Wenn man sich in einem Wald befindet, wird man durch das charakteristische Knacken von Nüssen und Zweigen schnell auf die Anwesenheit von Eichhörnchen aufmerksam gemacht. Doch oft sieht man sie nur für kurze Zeit, da sie sehr scheu sind und schnellstens flüchten, wenn sie sich beobachtet fühlen. Sie haben jedoch eine wichtige Funktion im Ökosystem des Waldes, da sie als Nesträuber kleinere Tiere wie Mäuse oder Eidechsen jagen und so das Gleichgewicht im Wald aufrechterhalten.

Eichhörnchen sind in der Regel dämmerungs- und nachtaktiv, was bedeutet, dass sie vor allem in den Morgen- und Abendstunden auf Nahrungssuche gehen. Dabei fressen sie neben Nüssen und Samen auch Knospen, Beeren, Insekten und Vogeleier. Doch auch hier sind sie sehr vorsichtig und hinterlassen kaum Spuren, weshalb es schwierig ist, ihre genaue Nahrungsaufnahme zu bestimmen.

Das Eichhörnchen ist ein scheues Tier, das schnell von Fressfeinden wie Mardern, Katzen, Greifvögeln und sogar Menschen bedroht werden kann. Aus diesem Grund haben sie verschiedene Überlebensstrategien entwickelt. Eines davon ist ihre Fähigkeit, sich zu tarnen und sich so an ihre Umgebung anzupassen. Ihr meist rotes Fell hilft ihnen dabei, sich in den bunten Laubwald einzugliedern. Aber auch die entscheidungsfreudige Flucht hilft ihnen dabei, sich schnell und unbemerkt vor Gefahren zu retten.

Die Fortpflanzung der Eichhörnchen findet in der Regel zweimal im Jahr statt, im Frühling und im Spätsommer. Während der Fortpflanzungszeit werden die sonst solitären Tiere plötzlich geselliger und treffen sich mit Artgenossen zum Paaren. Nach einer Tragzeit von rund einem Monat bringt das Weibchen drei bis fünf Junge zur Welt, die mit einem ausgesprochenen Nestbauinstinkt gesegnet sind. Sie beziehen ihr Nest in Baumhöhlen oder in selbstgebauten Nestern aus Lianen und Zweigen. In den ersten Wochen sind die Jungen völlig hilflos und blind, doch schon bald werden sie von ihren elterlichen Nestbaukünsten überzeugt sein.

Was vielen Menschen nicht bekannt ist, ist dass Eichhörnchen nicht nur im Wald, sondern auch in der Stadt zu finden sind. Sie fühlen sich auch in den Grünanlagen und Parks der Großstädte wohl. Dort finden sie genügend Bäume und Büsche, in denen sie ihre Nester bauen können. Auch hier müssen sie sich jedoch vor den Gefahren des Stadtverkehrs und den Greifvögeln in Acht nehmen.

Leider geht die Anzahl der Eichhörnchen in den letzten Jahren deutlich zurück. Eine der Ursachen dafür ist die Zunahme von Greifvögeln, die ihnen den Lebensraum streitig machen. Auch der Mensch spielt eine große Rolle, da durch die Abholzung von Wäldern und die Zersiedelung der Landschaft ihr Lebensraum immer weiter schrumpft. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns bewusst werden, wie wichtig diese kleinen Überlebenskünstler für unser Ökosystem sind und dass wir uns für ihren Schutz einsetzen.

Insgesamt ist das Eichhörnchen ein faszinierendes Tier, das durch seine cleveren Überlebensstrategien und sein charmantes Aussehen beeindruckt. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Waldes und ein Zeichen dafür, wie wichtig es ist, die Natur zu schützen und zu erhalten. Also lasst uns die Eichhörnchen in ihrem Nestbau und Nussverstecken in Ruhe lassen und eine Weile in ihrem faszinierenden Lebensraum verweilen.


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