x70.de

Job

Goldammer

Die Goldammer, auch bekannt unter dem wissenschaftlichen Namen Emberiza citrinella, ist ein kleiner Singvogel aus der Familie der Ammern. Sie ist in weiten Teilen Europas sowie in Teilen Asiens beheimatet und gehört zu den häufigsten Vögeln in Mitteleuropa. Durch ihr auffälliges Federkleid und den melodischen Gesang ist die Goldammer ein beliebter Gast in Gärten, Parks und auf Feldern.

Die Goldammer erreicht eine Größe von bis zu 16 Zentimetern und hat eine Flügelspannweite von bis zu 27 Zentimetern. Ihr Gewicht beträgt etwa 20 Gramm. Das Gefieder des Männchens ist auffallend gelb mit schwarzen Längsstreifen auf Brust und Bauch. Der Kopf ist grau und die Wangen sowie die Kehle sind schwarz gesprenkelt. Der Schnabel ist konisch geformt und durch seine spitze Form gut zum Aufpicken von Samen geeignet. Die Weibchen hingegen sind insgesamt eher unauffällig gefärbt. Sie haben ein bräunliches Gefieder mit gelben und schwarzen Streifen. Durch ihre Tarnfärbung sind sie gut geschützt vor Fressfeinden, während des Brutgeschäfts.

Die Goldammer ist ein Zugvogel und verbringt den Winter in Süd- und Westeuropa. Im Frühjahr kehrt sie dann in ihre Brutgebiete zurück, um dort ihre Jungen großzuziehen. Im März erklingt dann auch wieder ihr charakteristischer Gesang, der aus einzelnen Tönen besteht und von einem Baum oder Strauch aus geäußert wird. Auch das Männchen lockt so Weibchen an, um mit ihnen zu balzen. Der Gesang ist jedoch nicht nur zum Werben um eine Partnerin gedacht, sondern dient auch zur Reviermarkierung und der Verteidigung gegenüber Rivalen.

Die Goldammer ist ein eher bodenorientierter Vogel und ernährt sich hauptsächlich von verschiedenen Samen, Gräsern und Insekten. Sie ist ein opportunistischer Fresser und passt ihre Ernährung je nach Verfügbarkeit an. Besonders in der Brutzeit spielt der Insektenanteil in ihrer Nahrung eine wichtige Rolle, da er für die Aufzucht der Küken notwendig ist. Die Goldammer ist ein geschickter Jäger, der durch Hüpfen und Laufen am Boden seine Beute sucht und dann mit schnellen Bewegungen aufpicken kann.

Die Goldammer bevorzugt offenes Gelände mit Büschen, Sträuchern oder Bäumen, in denen sie ihre Nester bauen kann. Sie ist in der Nähe von landwirtschaftlich genutzten Flächen, wie Äckern und Wiesen, anzutreffen, da diese für die Nahrungssuche ideal sind. Die Nester werden in Bodennähe in Grasbüscheln oder dicht über dem Boden in Hecken gebaut. Sie bestehen aus trockenen Gräsern, Moos und Wurzeln und werden von beiden Elternvögeln gebaut.

Das Gelege der Goldammer beinhaltet in der Regel etwa fünf Eier, die in Abständen von ca. einem Tag gelegt werden. Die Inkubationszeit beträgt etwa 12 bis 13 Tage und wird von beiden Elternvögeln übernommen. Während dieser Zeit werden sie von dem Männchen mit Nahrung versorgt. Nach dem Schlüpfen der Jungvögel sind beide Elternteile mit der Aufzucht beschäftigt. Die Nestlinge werden etwa 9 bis 12 Tage lang gefüttert und verlassen dann das Nest, um selbstständig nach Nahrung zu suchen.

Die Goldammer hat viele natürliche Feinde, vor allem während der Brutzeit. Zu ihren größten Fressfeinden zählen Greifvögel wie der Sperber oder der Habicht, aber auch Katzen und Marder stellen eine Bedrohung dar. Durch den Einsatz von Pestiziden, Monokulturen und die intensive Landwirtschaft, fehlen der Goldammer zunehmend geeignete Nahrungsgebiete und Nistplätze. Dadurch ist die Art in vielen Regionen bereits stark zurückgegangen.

Um dem entgegenzuwirken, sind gezielte Maßnahmen zum Schutz des Lebensraumes der Goldammer wichtig. Zum einen kann dies durch die Anlage von Schutzgebieten und Biotopen geschehen, in denen die Goldammer gefahrlos brüten und Nahrung finden kann. Auch die Anlage von Blühstreifen und die Verwendung von weniger Pestiziden in der Landwirtschaft kann den Bestand der Goldammer wieder steigern. Ein wichtiger Faktor ist auch die Bewusstseinsbildung und Aufklärung in der Bevölkerung über die Bedeutung von Vögeln wie der Goldammer für unser Ökosystem.

Insgesamt ist die Goldammer ein faszinierender und wichtiger Vogel in unserer Natur. Durch ihr schönes Aussehen und den melodischen Gesang ist sie bei vielen Menschen beliebt. Doch leider ist ihr Bestand durch menschliche Eingriffe und Umweltveränderungen stark bedroht. Es ist daher wichtig, Maßnahmen zum Schutz der Goldammer zu ergreifen, um sicherzustellen, dass auch zukünftige Generationen sie noch in freier Wildbahn beobachten und ihren Gesang hören können.


Interessante Artikel

  • Berner Sennenhund

    Der Berner Sennenhund ist eine beeindruckende Hunderasse aus der Schweiz, die vor allem durch ihr freundliches und treues Wesen, sowie ihre imposante Erscheinung bekannt ist. Diese Rasse wird auch als "Berner" oder "Berner Bauernhund" bezeichnet und gehört zu den größten und beliebtesten Hunden weltweit.
  • Borzoi

    Der elegante und majestätische Borzoi, auch bekannt als Russischer Windhund, ist eine der ältesten Hunderassen der Welt. Ursprünglich in Russland gezüchtet, ist der Borzoi für seine Schnelligkeit, Grazie und Schönheit bekannt und wurde in der Vergangenheit oft von Adligen und reichen Familien als Jagd- und Begleithund gehalten.
  • Cairn Terrier

    Der Cairn Terrier ist eine kleine, aber mutige Hunderasse, die ursprünglich aus Schottland stammt. Sie gehören zu den ältesten Terrierrassen und wurden ursprünglich für die Jagd auf Füchse und Dachse gezüchtet. Ihr Namen haben sie von den Steinhügeln, den sogenannten Cairns, in denen sie während der Jagd Zuflucht suchten.
  • Hänfling

    Der Hänfling, auch bekannt unter seinem wissenschaftlichen Namen Carduelis cannabina, ist ein kleiner und bunter Singvogel, der zur Familie der Finken gehört. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas, Nordafrikas und Asiens, wo er vor allem offene Landschaften wie Wiesen, Felder und Waldränder bewohnt. Trotz seines auffälligen Äußeren und seiner melodischen Gesänge, ist der Hänfling eher unauffällig und schwer zu entdecken, da er sich meist in höheren Baumkronen aufhält.
  • Karelian Bobtail

    Der Karelian Bobtail ist eine einzigartige Rasse von Katzen, die ihren Ursprung in Finnland hat. Diese wunderschönen Tiere zeichnen sich durch ihren charakteristischen kurzen und gekräuselten Schwanz aus, der sie von anderen Katzenrassen unterscheidet. Ihr Name leitet sich von der Region Karelien ab, in der sie ursprünglich gezüchtet wurden. Sie sind zwar nicht besonders bekannt, aber immer mehr Katzenliebhaber entdecken ihre Faszination für diese Katzen mit dem ungewöhnlichen Aussehen.
  • Karpfen

    Der Karpfen ist ein altbekanntes und weitverbreitetes Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Mit über 100 verschiedenen Arten ist er weltweit verbreitet, vor allem in Europa, Asien und Nordamerika. In der Fischerei und Aquakultur ist der Karpfen eine wichtige und beliebte Speisefisch, aber auch als Zierfisch in Gartenteichen erfreut er sich großer Beliebtheit. Doch wie sieht der Karpfen eigentlich aus, wo lebt er und was macht ihn so interessant?
  • Kasuar

    Der Kasuar, auch bekannt als Südlicher Kasuar, ist ein auffälliges und faszinierendes Tier, das auf den Inseln Neuguinea, Nordaustralien und einigen umliegenden Inseln beheimatet ist. Mit seinem außergewöhnlichen Aussehen, seinem stolzen Gang und seiner enormen Größe ist der Kasuar ein einzigartiges Geschöpf, das die Aufmerksamkeit jedes Tierliebhabers auf sich zieht.
  • Küstenseeschwalbe

    Die Küstenseeschwalbe, auch als Seeschwalbe oder Küstenseeschwalbe bekannt, ist ein eleganter Vogel aus der Familie der Möwen. Sie ist in den Küstenregionen der Welt beheimatet und ist für ihr auffälliges Erscheinungsbild und ihr beeindruckendes Verhalten bekannt. Sie ist ein wichtiger Teil des maritimen Ökosystems und hat eine wichtige Rolle in der Natur.
  • Rhesusaffe

    Der Rhesusaffe, auch bekannt unter dem lateinischen Namen Macaca mulatta, ist ein mittelgroßes Primaten- Säugetier, das in den asiatischen Ländern Indien, Afghanistan und China beheimatet ist. Sie gehören zur Familie der Meerkatzenverwandten und werden aufgrund ihrer Ähnlichkeit oft mit den menschlichen Vorfahren, den Affen, in Verbindung gebracht. Der Name Rhesusaffe stammt von dem Fluss Rhesos in Griechenland, der in der Antike als Geburtsort des asiatischen Affen galt.
  • Stachelschwanzchamäleon

    Das Stachelschwanzchamäleon ist eine faszinierende Kreatur, die in den tropischen Wäldern und Savannen Afrikas, einschließlich Madagaskar, beheimatet ist. Mit seinem auffälligen Äußeren und seinen spektakulären Fähigkeiten hat dieses Tier die Menschen schon seit Jahrhunderten in seinen Bann gezogen.