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Hamster

Der Hamster ist eines der beliebtesten Haustiere überhaupt. Die kleinen Nagetiere sind aufgrund ihrer niedlichen Erscheinung und ihres ruhigen Wesens bei vielen Menschen besonders beliebt. Doch woher kommt eigentlich der Name Hamster und was macht diese Tiere so besonders?

Der Begriff "Hamster" kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie "Sackträger". Diese Bezeichnung ist durchaus passend, denn Hamster sind dafür bekannt, Nahrung und Vorräte in ihren Backentaschen zu sammeln und in ihre Behausung mitzunehmen. Ihren Ursprung haben die heute als Haustiere gehaltenen Hamster in den Steppen Zentralasiens. Sie sind also an ein trockenes und karg bewachsenes Klima angepasst und haben eine hohe Schutzfunktion gegenüber Kälte entwickelt. Aus diesem Grund sind Hamster auch in der Lage, sich in der kalten Jahreszeit in einen Winterschlaf zu versetzen. Dadurch sparen sie Energie und können so die kalte Jahreszeit besser überstehen.

Inzwischen gibt es von dem kleinen Nagetier rund fünfzehn verschiedene Arten, darunter Goldhamster, Zwerghamster oder Teddyhamster. Die meisten Hamsterarten sind nachtaktiv und verbringen den Großteil des Tages in ihrem unterirdischen Bau. Dort können sie sich vor Fressfeinden wie Greifvögeln oder Raubtieren schützen. Bei Gefahr flüchten sie schnell in ihre Tunnel oder können sich bei Bedarf auch gut eingraben.

Das charakteristische Aussehen der Hamster ist geprägt durch ihren kugelrunden Körper, kurze Beine und einem kurzen Schwanz. Sie erreichen eine Körperlänge von 15 bis 25 Zentimetern und haben ein Gewicht von etwa 100 bis 200 Gramm, je nach Art. Ihr weiches Fell ist entweder grau-braun oder beige gefärbt und an der Unterseite meist heller als an der Oberseite. Auffällig sind auch ihre großen Backen, die sie wie kleine Beutel wirken lassen. In diesen können sie bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts an Nahrung oder andere Gegenstände wie Baumaterial für ihren Bau verstauen.

Hamster sind keine Rudeltiere, sondern Einzelgänger, die für gewöhnlich alleine leben. Sie sind territorial und verteidigen ihr Revier gegenüber Artgenossen. Jedoch gibt es auch Ausnahmen, wie beispielsweise bei Zwerghamstern, die aufgrund von geringerer Körpergröße in Gruppen gehalten werden können.

Eine der größten Herausforderungen bei der Haltung von Hamstern ist die Eindämmung ihres Nagetriebs. Sie benötigen unbedingt geeignetes Spielzeug und Beschäftigung, um ihre Zähne abnutzen zu können. Ansonsten können sie dazu neigen, an Möbeln oder anderen Gegenständen zu nagen.

Als Haustiere sind Hamster aufgrund ihrer Größe und ihres ruhigen Charakters gut geeignet für Kinder und ältere Menschen. Sie benötigen in der Regel nicht viel Platz und können in einem ausreichend großen Käfig oder Gehege gehalten werden. Wichtig ist jedoch, dass sie genügend Bewegungsmöglichkeiten haben und ihrem natürlichen Verhalten entsprechend buddeln und graben können.

Die Ernährung von Hamstern besteht hauptsächlich aus Körnern, Samen, Gemüse und Obst. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht zu viele Sonnenblumenkerne oder andere fetthaltige Samen zu sich nehmen, um Übergewicht oder gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Auch sollten Hamster immer ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung haben.

Als Haustiere sind Hamster generell recht pflegeleicht. Ihr Fell muss nicht regelmäßig gebürstet werden, da sie sich selber ausgiebig putzen. Auch ihr Käfig oder Gehege sollte jedoch regelmäßig gesäubert werden, um Krankheiten vorzubeugen. Dazu gehört auch das Ausmisten des Einstreus sowie die Reinigung von Näpfen und Spielzeug.

Ein besonderes Merkmal von Hamstern ist ihre Fortpflanzung. Sie sind bekannt für ihre hohe Fortpflanzungsrate und können bis zu acht Jungtiere in einem Wurf bekommen. Die Tragzeit beträgt durchschnittlich 16 Tage und die Jungtiere sind nach vier Wochen geschlechtsreif. Aus diesem Grund ist es wichtig, bei der Haltung von Hamstern auf eine entsprechende Geschlechtertrennung zu achten, um ungewollten Nachwuchs zu vermeiden.

Obwohl Hamster als ruhige und eher zurückhaltende Tiere gelten, können sie dennoch zahm und zutraulich werden, wenn sie frühzeitig an den Umgang mit Menschen gewöhnt werden. Mit viel Geduld und Liebe kann man das Vertrauen seines Hamsters gewinnen und ihn sogar aus der Hand füttern. Jedoch sollte man nie vergessen, dass Hamster immer noch wilde Tiere sind und ein respektvoller Umgang mit ihnen wichtig ist.

In der freien Natur sind Hamster aufgrund von Lebensraumzerstörung und Bejagung gefährdet. Auch als Haustiere gibt es viele Aspekte zu beachten, um ein artgerechtes und gesundes Leben für die kleinen Nager zu gewährleisten. Doch für viele Menschen sind Hamster die perfekten Begleiter und sorgen mit ihrem ruhigen und liebevollen Wesen für viel Freude und Entspannung im Alltag.


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