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Islandhund

Der Islandhund, auch bekannt als Isländischer Schwarzfuß oder Isländischer Schafhund, ist eine Rasse von mittelgroßen Hunden, die aus Island stammen. Ihr Ursprung lässt sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen, als sie von den Wikingern auf die Insel gebracht wurden. Sie wurden vor allem als Hütehunde, aber auch als Wach- und Begleithunde eingesetzt. Heute sind sie vor allem als treue und vielseitige Familienhunde bekannt.

Optisch ähneln Islandhunde kleinen Huskys und haben dichte, wetterfeste Fellmäntel. Sie sind in der Regel schwarz, beige oder grau gefärbt, wobei weiße Abzeichen an Gesicht, Brust und Pfoten ebenfalls häufig vorkommen. Ihre Augen sind mandelförmig und meist braun, manche Tiere haben jedoch auch blaue oder bernsteinfarbene Augen. Ihre Ohren sind aufrecht stehend oder etwas nach vorne geneigt, was ihnen ein aufmerksames und freundliches Aussehen verleiht.

Eine der charakteristischen Eigenschaften des Islandhunds ist seine dichte und wasserabweisende Fellstruktur. Diese schützt die Hunde vor den extremen Wetterbedingungen, denen sie auf Island ausgesetzt sind. Die untere Schicht des Fells ist weich und dicht, während die obere Schicht aus gröberem, gerade abstehendem Fell besteht. Im Winter entwickelt der Islandhund sogar eine dickere Unterwolle, die ihn vor den eisigen Temperaturen schützt. Aufgrund dieses einzigartigen Fells verlieren Islandhunde nur wenig Haare und sind daher auch für Allergiker geeignet.

Die Größe der Islandhunde variiert je nach Geschlecht. Rüden sind in der Regel etwas größer und erreichen eine Schulterhöhe von 42-48 cm, während Hündinnen 38-46 cm groß werden. Beide Geschlechter wiegen zwischen 9 und 15 kg. Trotz ihrer geringen Größe sind Islandhunde sehr athletisch und haben eine hohe Ausdauer. Sie sind für lange Wanderungen, Radtouren oder Hundesportarten wie Agility oder Dogtrekking geeignet.

Neben ihrem robusten Körperbau haben Islandhunde auch eine lange Lebenserwartung von durchschnittlich 12-16 Jahren. Sie sind eine gesunde Rasse und haben keine spezifischen genetischen Gesundheitsprobleme. Jedoch sollten ihre Augen und Ohren regelmäßig kontrolliert werden, um mögliche Infektionen oder Verletzungen frühzeitig zu erkennen.

Was die Haltung angeht, sind Islandhunde sowohl als Hüte- als auch als Familienhunde bestens geeignet. Sie sind sehr intelligent und gelehrig, was sie zu guten Arbeitshunden macht. Ihre Beschützerinstinkte machen sie außerdem zu guten Wachhunden. Im Umgang mit Kindern sind sie geduldig und freundlich, daher sind sie auch als Familienhunde sehr beliebt. Allerdings sollten sie frühzeitig sozialisiert werden und mit anderen Haustieren zusammenleben, um mögliche Dominanzprobleme zu vermeiden.

Islandhunde sind sehr anhängliche und treue Hunde, die eine enge Bindung zu ihren Besitzern aufbauen. Sie haben einen starken Willen und können manchmal etwas stur sein, daher ist eine konsequente aber liebevolle Erziehung wichtig. Sie brauchen viel Bewegung und Beschäftigung, um ausgeglichen und glücklich zu sein. Lange Spaziergänge, ausgiebiges Spielen und geistige Herausforderungen sind für sie ideal. Aufgrund ihrer hohen Intelligenz und Ausdauer sind sie auch für Hundesportarten wie Obedience oder Flyball geeignet.

Auf Island sind Islandhunde nach wie vor als Hütehunde im Einsatz. Sie sind bekannt für ihre Fähigkeit, sich sowohl Schafe als auch Pferde zu nähern, ohne sie zu erschrecken oder anzugreifen. Diese sanfte Art macht sie zu perfekten Helfern auf den weiten Wiesen und Feldern Islands. Auch heute noch werden sie von Bauern und Schäfern auf der ganzen Insel geschätzt und geschätzt.

Die Islandhunde sind auch im restlichen Europa immer beliebter geworden und viele Züchter haben sich auf diese Rasse spezialisiert. Allerdings gibt es aufgrund der seltenen Zuchtlinien und der strengen Regeln zur Einfuhr von Hunden aus Island nur wenige Züchter außerhalb der Insel. Daher ist der Islandhund immer noch eine relativ seltene Rasse, die vor allem von Liebhabern und Kennern geschätzt wird.

In den letzten Jahren haben Islandhunde auch den Sprung in die Welt der Filmindustrie geschafft. Aufgrund ihres einzigartigen Aussehens und ihrer besonderen Talente werden sie häufig in Filmen und TV-Serien eingesetzt. Zu den bekanntesten Beispielen gehören der Islandhund Togo, der im Disney-Film "Noah" die Hauptrolle spielt, oder die beiden Hunde, die in der erfolgreichen Serie "Game of Thrones" als Direwolves zu sehen sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Islandhund eine faszinierende und vielseitige Rasse ist, die sich im Laufe der Jahrhunderte an die extremen Bedingungen auf ihrer Heimatinsel angepasst hat. Sie sind nicht nur wunderschöne Hunde, sondern auch intelligente, treue und sportliche Begleiter, die für die richtige Familie ein wahrer Schatz sein können. Wer einmal die Chance hat, einen Islandhund kennenzulernen, wird schnell verstehen, warum diese Rasse so viele Menschen begeistert.


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