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Grüner Zwergseebär

Der Grüne Zwergseebär – auch bekannt als Südamerikanischer Seebär – ist ein faszinierendes Tier, das in den südamerikanischen Gewässern zu Hause ist. Mit seinem ungewöhnlichen Aussehen und seinen einzigartigen Verhaltensweisen hat er die Aufmerksamkeit von Forschern, Naturliebhabern und Touristen gleichermaßen auf sich gezogen.

Der Grüne Zwergseebär gehört zur Familie der Ohrenrobben und ist somit eng mit den bekannten Seebären und Seelöwen verwandt. Allerdings unterscheidet er sich in vielerlei Hinsicht von seinen Verwandten. Mit einer Länge von nur 1,50 bis 2,20 Metern und einem Gewicht von 50 bis 130 Kilogramm ist er deutlich kleiner als andere Seebärenarten. Sein Fell ist in der Regel dunkelgrün bis braun gefärbt und hat meist helle Flecken und Muster auf dem Rücken. Diese charakteristische Färbung ist auch der Namensgeber für den Grünen Zwergseebären.

Die Tiere sind in den Küstengewässern Südamerikas von Peru bis zur Magellanstraße beheimatet. Dort leben sie in Kolonien, die aus mehreren hundert bis tausend Tieren bestehen können. Sie bevorzugen felsige und unzugängliche Küstenabschnitte, da diese ihnen Schutz vor Raubtieren und Stürmen bieten. Auch der Nahrungsreichtum in diesen Gebieten ist für die Tiere von großer Bedeutung.

Ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung des Grünen Zwergseebären sind Meeresfische wie Sardinen, Anchovis, Makrelen und Kabeljau. Die Tiere sind jedoch keine reinen Fischfresser und nehmen auch Tintenfische und Krebstiere zu sich. Die Nahrungssuche findet fast ausschließlich im Ozean statt, wobei die Tiere bis zu 100 Meter tief tauchen können und dabei bis zu 10 Minuten lang die Luft anhalten können. Da die Tiere sowohl im Wasser als auch an Land äußerst geschickt sind, sind sie in der Lage, auch schnell flüchtende Beute zu erbeuten.

Während der Paarungszeit – die in der Regel im August und September stattfindet – werden die Männchen der Grünen Zwergseebären besonders aktiv. Sie markieren ihr Revier mit lautstarkem Gebrüll und kämpfen auf dem Land und im Wasser um die Weibchen. Dabei nutzen sie spezielle Vorderflossen, die sie mit spitzen Krallen bestückt haben, um ihren Kontrahenten zu verletzen. Diese Kämpfe können oft sehr brutal und blutig sein und auch tödlich enden. Der Gewinner des Kampfes hat das Recht, sich die Weibchen seiner Wahl aus der Kolonie zu schnappen und mit ihr zu paaren.

In der Regel bringt jedes Weibchen nur alle zwei Jahre ein Jungtier zur Welt. Die Tragzeit beträgt etwa 8 Monate und die Geburten finden zwischen November und Dezember statt. Die Jungtiere werden mit einem Gewicht von etwa 8 Kilogramm geboren und sind in den ersten Wochen auf die Milch ihrer Mutter angewiesen. Sie werden jedoch bereits nach einem Monat entwöhnt und können mit etwa zwei Monaten das erste Mal schwimmen. Die Muttertiere sind sehr fürsorglich und beschützen ihre Jungen vor möglichen Gefahren.

Eine Besonderheit der Grünen Zwergseebären ist ihre Fähigkeit, an Land in einer Art Tiefschlaf zu verfallen. Dieser Schlaf dauert etwa 20 Stunden am Tag und stellt eine wichtige Erholungsphase für die Tiere dar. Dabei bringen sie ihre Körpertemperatur auf ein Minimum herunter und verbringen die meiste Zeit regungslos auf den Felsen. Dieser Tiefschlaf macht die Tiere besonders anfällig für Raubtiere und aus diesem Grund legen sie auch oft eine große Distanz zwischen ihren Ruheplätzen und dem Meer zurück.

Insgesamt sind die Grünen Zwergseebären sehr soziale Tiere und leben in der Regel in großen Gruppen zusammen. Sie kommunizieren miteinander über verschiedene Laute, Gesten und Körperhaltungen. Auch das gemeinsame Sonnenbaden und Putzen gehört zum sozialen Verhalten der Tiere. Dabei helfen sie sich gegenseitig, indem sie sich die Körperpflege übernehmen und sich gegenseitig die Parasiten aus dem Fell entfernen.

Allerdings sind die Grünen Zwergseebären auch bedroht von Umweltverschmutzung, Überfischung und Klimawandel. Insbesondere der Verlust von geeigneten Lebensräumen und die Veränderung der Nahrungssituation haben dazu geführt, dass die Populationen in einigen Gebieten stark zurückgegangen sind. Deshalb werden diese Tiere auch von der IUCN als potentiell gefährdete Spezies eingestuft. Zum Schutz der Grünen Zwergseebären wurden verschiedene Schutzmaßnahmen eingeleitet, wie zum Beispiel die Einrichtung von Schutzgebieten und die Überwachung der Populationen.

Insgesamt ist der Grüne Zwergseebär ein faszinierendes Tier mit vielen Besonderheiten. Seine einzigartige Färbung, seine sozialen Verhaltensweisen und seine Anpassungen an das Leben in den südamerikanischen Gewässern machen ihn zu einem faszinierenden Wesen. Doch gleichzeitig ist es unsere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass diese faszinierenden Tiere auch in Zukunft in ihrer natürlichen Umgebung bestehen können und nicht durch menschliche Aktivitäten weiter bedroht werden.


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