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Dugong

Das Dugong, auch bekannt als Seegurke oder Riesenseegurke, ist ein faszinierendes Meereslebewesen, das zur Gattung der Sirenen gehört. Mit seinem walartigen Körper, der an eine Mischung aus Wal und Delfin erinnert, und seinem verträumten Gesicht, hat das Dugong schon viele Menschen in seinen Bann gezogen. Doch obwohl dieses faszinierende Tier auf den ersten Blick wie eine verspielte und freundliche Meerjungfrau wirkt, hat es eine bewegte Zoologie hinter sich, von der nur wenig bekannt ist.

Dugongs sind eine der ältesten Arten, die noch heute in den Weltmeeren existieren und haben sich seit ihrer Entstehung kaum verändert. Sie sind eng verwandt mit Seekühen und Elefanten und gehören somit zu den wenigen Meerestieren, die nicht zur Gruppe der Fische gehören. Mit einer Größe von bis zu drei Metern und einem Gewicht von bis zu 500 Kilogramm sind Dugongs beeindruckende Tiere, die vor allem in den flachen Küstengewässern des Indopazifiks zu Hause sind.

Ein besonderes Merkmal der Dugongs ist ihre charakteristische Schwanzflosse, die in Form einer horizontalen Fluke eher an einen Wal erinnert als an ein Meeressäugetier. Diese Flosse, die bis zu einem Drittel ihrer Körperlänge ausmachen kann, ist das primäre Fortbewegungsmittel der Dugongs und ermöglicht es ihnen, sich delfinähnlich im Wasser fortzubewegen. Ihre Vorderflossen sind jedoch eher rudimentär und werden hauptsächlich zum Graben nach Pflanzen und zum Ausbalancieren genutzt.

Insgesamt sind Dugongs sehr anpassungsfähige Tiere, die sowohl in salzigen als auch in brackigen Gewässern leben können. Sie bevorzugen jedoch flache Küstengebiete und Flussmündungen, wo sie sich von Seegras und anderen Wasserpflanzen ernähren. Ihr Lieblingsspeise, das Seegras, ist zugleich auch die größte Bedrohung für ihr Überleben. Denn durch Umweltverschmutzung und die Zerstörung der Seegraswiesen leiden Dugongs immer mehr unter Nahrungsmangel, was zu einem Rückgang der Populationen führt.

Doch auch die direkte Bejagung durch den Menschen hat dazu geführt, dass Dugongs in vielen Teilen ihres Verbreitungsgebiets als gefährdete Tierart gelten. Vor allem in Asien und Afrika werden Dugongs noch immer wegen ihres Fleisches, ihrer Knochen und ihres Fetts gejagt. Auch die Fischerei mit Schleifnetzen stellt eine große Gefahr für diese Tiere dar, da sie oft als Beifang enden und ertrinken.

Eine weitere Bedrohung für Dugongs ist der Verlust ihres Lebensraumes. Nicht nur die Umweltverschmutzung, sondern auch die Zerstörung der Seegraswiesen durch Küstenentwicklung und Tourismus haben dazu geführt, dass die Lebensräume der Dugongs immer kleiner werden. Auch die zunehmende Schiffahrt kann eine Gefahr für diese Meeressäuger darstellen, da sie oft von Booten verletzt oder getötet werden.

Doch trotz all dieser Bedrohungen gibt es auch positive Entwicklungen im Schutz der Dugongs. So wurden in einigen Ländern Maßnahmen ergriffen, um den Schutz und das Wohlergehen dieser Tiere zu verbessern. Eine wichtige Rolle spielen dabei Schutzgebiete und Naturschutzprogramme, die sich auf den Erhalt der Seegraswiesen und die Vermeidung von Beifang konzentrieren.

Besonders beeindruckend ist die Arbeit von lokalen Gemeinschaften in Australien, die traditionelle Jägerkünste anwenden, um Dugongs zu fangen und zu markieren. Durch diese Markierung können die Tiere später wiedererkannt und ihr Verhalten beobachtet werden. Dadurch konnte unter anderem herausgefunden werden, dass Dugongs sehr soziale Tiere sind, die in Familienverbänden leben und sogar Namen für ihre Artgenossen haben.

Obwohl wir heute viel über diese faszinierenden Tiere wissen, gibt es immer noch viel zu entdecken. Denn Dugongs verbringen den Großteil ihres Lebens unter Wasser und sind oft nur schwer zu beobachten. So sind auch ihre Fortpflanzungsgewohnheiten noch weitgehend ein Rätsel. Sicher ist jedoch, dass Dugongs monogam leben und dass die Männchen sich in der Paarungszeit erbitterte Kämpfe um die Weibchen liefern.

Nach einer Tragzeit von 12 bis 13 Monaten bringt das Weibchen ein einzelnes Junges zur Welt, das bis zu zwei Jahre lang gesäugt wird. Erstaunlicherweise kommen Dugongs bereits vollständig entwickelt zur Welt und können sofort schwimmen und atmen. Die Beziehung zwischen Mutter und Kind ist sehr eng, und das Jungtier bleibt meist über mehrere Jahre in der Nähe der Mutter.

In Gefangenschaft gehaltene Dugongs haben gezeigt, dass sie sehr intelligent sind und sogar bestimmte Kommandos erlernen können. Doch selbst in Gefangenschaft haben Dugongs oft mit psychischen Problemen und Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Denn obwohl sie sich an ein Leben im Aquarium gewöhnen können, werden sie niemals vollständig für das Leben in freier Wildbahn entschädigt.

Es bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen zum Schutz der Dugongs weiter voranschreiten und es gelingt, diese beeindruckenden Tiere vor dem Aussterben zu bewahren. Denn Dugongs sind nicht nur ein wichtiger Teil des marinen Ökosystems, sondern auch ein faszinierendes und einzigartiges Lebewesen, das es zu schützen gilt.


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